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Bilinguales Angebot

Das bilinguale Angebot zur Förderung sprachbegabter Schülerinnen ist seit dem Schuljahr 2013/14 ein wichtiger Bestandteil der ganzheitlichen Förderung am Theresia-Gerhardinger-Gymnasium. Das Programm kann, bei entsprechenden Voraussetzungen, unabhängig vom gewählten Zweig der Schülerin besucht werden.

Bilingualer Sachfachunterricht bedeutet, dass in der 8. bis 10. Jahrgangsstufe die Fächer Geschichte, Religion und Geographie auf Englisch unterrichtet werden. In allen Fächern wird nach dem bayerischen Lehrplan unterrichtet, also dieselben Inhalte vermittelt wie im deutschen Sachfachunterricht. Gerade zu Beginn des bilingualen Sachfachunterrichts wird häufig eine Schulstunde mehr pro Woche, dann am Nachmittag, unterrichtet, um mehr Zeit für fachspezifisches Vokabular und das Einüben von Methoden in der Fremdsprache zu haben.

 

Voraussetzungen für die Teilnahme am bilingualen Angebot

Bitte beachten Sie, dass der bilinguale Sachfachunterricht ein Förderprogramm für sprachlich und insgesamt begabte Schülerinnen ist, sich das Angebot also leistungsstarke und motivierte Schülerinnen richtet. Er setzt erhöhte Englischkenntnisse, vor allem im mündlichen Ausdruck, sowie eine hohe generelle Lern- und Leistungsbereitschaft und -fähigkeit voraus. Der bilinguale Sachfachunterricht ist kein Nachhilfeunterricht, sondern ein Zusatzangebot für Schülerinnen, die neben dem normalen Unterrichtsbetrieb noch Kapazitäten frei haben. Mädchen, die Probleme im Fach Englisch und Schwierigkeiten in einigen anderen Fächern haben, werden unter Umständen schnell die Lust und die Motivation an dieser neuen Art des Unterrichts verlieren. Begabte und leistungsstarke Schülerinnen haben jedoch erfahrungsgemäß große Freude an der zusätzlichen Herausforderung und den besonderen Projekten.

 

Auswahlverfahren für das bilinguale Angebot

Die Klassenteams der einzelnen 7. Klassen beraten über eine mögliche Eignung der Schülerinnen für den bilingualen Sachfachunterricht ab der 8. Klasse. Grundlage dieser Entscheidung sind zum einen die Englischnote und zum anderen die mündliche Einsatzbereitschaft und das Engagement in der Fremdsprache Englisch und den Sachfächern Geschichte, Religion und Geographie. Alle Schülerinnen, für die von der Klassenkonferenz eine Empfehlung ausgesprochen wird, bekommen eine Einladung mit dem Angebot, am bilingualen Sachfachunterricht ab dem nächsten Schuljahr teilzunehmen. Die Erziehungsberechtigten können dann gemeinsam mit der Schülerin entscheiden, ob sie dieses Angebot annehmen oder absagen möchten.

 

Wichtig: Um Planungssicherheit zu gewährleisten, ist die Annahme eines Platzes im bilingualen Angebot dann für die kommenden drei Schuljahre verbindlich. Schülerinnen, deren Leistungen in den anderen Fächern deutlich absinken, können nur auf Antrag der Erziehungsberechtigten oder auf Beschluss der Lehrerkonferenz von einer weiteren Teilnahme am bilingualen Angebot zum Schuljahresende befreit werden.

5. Klasse

Englischunterricht wie vorgesehen

6. Klasse

4 Stunden Englischunterricht wie vorgesehen + 1 freiwillige Zusatzstunde in Form einer zweiwöchentlichen Doppelstunde am Nachmittag mit dem Ziel, die Gesprächsfähigkeit zu verbessern (Hinführung zu bilingualem Unterricht)

7. Klasse

Englischunterricht wie vorgesehen + eine Zusatzstunde in Form einer zweiwöchentlichen Doppelstunde am Nachmittag. Inhalt: Fächerübergreifender bilingualer Unterricht in Form von bilingualen Projekten zu Themen aus den Fächern Geschichte, Religion und Geographie, um das Fachvokabular in beiden Sprachen spielerisch zu erarbeiten. Interessierte Schülerinnen, die an den Zusatzstunden im Fach Englisch in 6 und 7 teilgenommen haben und überdurchschnittliche Leistungen erbringen, können sich in der 7. Klasse für das bilinguale Angebot ab der 8. Jahrgangstufe bewerben.

Ab der 8.Klasse wird ein Besuch des bilingualen Sachfachunterrichts und der freiwilligen Lernmodule aus Termingründen in der Regel nicht mehr möglich sein. Entscheidung über Teilnahme treffen die Lehrkräfte jeder Schülerin in Absprache mit dem BILI-Team und der Schulleitung. Um uns Planungssicherheit zu geben, ist die Anmeldung in der 7.Klasse für den bilingualen Sachfachunterricht für die kommenden 3 Schuljahre im verbindlich.

8. Klasse

Englischunterricht wie vorgesehen im Klassenverband – Bilingualer Sachfachunterricht in Geschichte mit der neuen „Bili-Gruppe“ (parallel zum deutschen Geschichtsunterricht).

9. Klasse

Englischunterricht wie vorgesehen im Klassenverband – Bilingualer Sachfachunterricht in Geschichte und Religion in der schon bestehenden „Bili-Gruppe“. Die 9. Jahrgangsstufe bietet sich für das Fach Religion aufgrund der Themen besonders an. Katholische und evangelische Schülerinnen werden also gemeinsam unterrichtet (evangelische Schülerinnen, die vom bilingualen Angebot profitieren möchten, müssen dann jedoch offiziell am katholischen Religionsunterricht teilnehmen).

10. Klasse

Englischunterricht wie vorgesehen im Klassenverband – Bilingualer Sachfachunterricht in Religion und Geographie in der weiterhin bestehenden „Bili-Gruppe“.

Schülerinnen, deren Leistungen in den anderen Fächern deutlich absinken, können auf Antrag der Erziehungsberechtigten oder auf Beschluss der Lehrerkonferenz von einer weiteren Teilnahme am bilingualen Angebot zum Schuljahresende befreit werden.

 

Vorteile des bilingualen Angebots

  • Gleiche Leistungsanforderungen wie im Sachfachunterricht auf Deutsch (Geschichte, Religion bzw. Geographie)
  • Leistungserhebungen können von den Schülerinnen wahlweise auf Deutsch oder auf Englisch bearbeitet werden (Aufgabenstellung ebenfalls auf Deutsch und Englisch)
  • Sprachliche Fehler gehen bei überwiegender Beantwortung in der Fremdsprache nicht in die Bewertung ein
  • Vermerk im Zeugnis bzw. Zertifikat am Ende der 10. Jahrgangsstufe
  • Authentische Unterrichtsmaterialien (speziell für bilingualen Sachfachunterricht erarbeitete Lehrwerke, internationale Atlanten, individuelle Gestaltung und Anpassung von Materialien durch Lehrkräfte, Fülle an Originalmaterialien)
  • Konsequenz: weit überdurchschnittliche Fähigkeiten in Englisch, Förderung interkultureller Kompetenzen und des Perspektivwechsels, Mehrsprachigkeit als Selbstverständlichkeit