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Patenschule in Ghana

Die Notre Dame Secondary School in Sunyani, Ghana

Seit 1994 unterstützt das TGGaA die Notre Dame Girls Senior High School (NODASS) in Sunyani als Patenschule.

Die Schule wurde 1987 gegründet, nachdem Bischof James K. Owusu bei der Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau um Schwestern zur Unterstützung gebeten hatte.

Die Schulschwestern (School Sisters of Notre Dame, abgekürzt SSND) waren maßgeblich am Aufbau der Schule beteiligt und untrrichten dort bis heute.

Unsere Hilfen für Ghana

Das Theresia-Gerhardinger-Gymnasium am Anger legt neben der Schulausbildung großen Wert auf die Erziehung zum christlichen Glauben und auf die Entwicklung sozialer Kompetenz. Das Engagement des Gymnasiums, sich für hilfsbedürftige Menschen einzusetzen, ist bemerkenswert. Zur Unterstützung der Patenschule, der Notre Dame Girls Senior High School (NODASS) in Sunyani, finden am TGGaA verschiedene Aktionen statt.

 

– Weihnachtsbasar

Ein Teil der Einnahmen aus dem Basar kommt der Patenschule in Ghana zu Gute.

 

– Solidaritätslauf

Durch erlaufene Gelder werden verschiedene soziale Einrichtungen und natürlich auch die Patenschule bedacht.

 

– Patenschaften

Schülerinnen, Eltern oder Lehrkräfte des TGGaA übernehmen jeweils die Patenschaft für ein Mädchen in Ghana.
Wohnung und Schulmaterial für ein Schuljahr an der NODASS beträgt umgerechnet ca. 300 Euro pro Schülerin. Die Stipendien kommen Mädchen zugute, die aufgrund ihrer familiären Situation nicht für das Schulgeld aufkommen können.

Neues aus Sunyani

5. Dezember 2022

Liebe Freunde und Förderer unserer Patenschule in Sunyani / Ghana,
liebe Schülerinnen,

durch die langjährige Unterstützung mit Hilfe unzähliger Spendenaktionen und Einzelspenden konnten mehrere Schulprojekte in unserer Patenschule verwirklicht werden.

Hier ein aktueller Bericht aus Sunyani

Die „NOTRE DAME GIRLS SENIOR HIGH SCHOOL“ hat sich zu einem großen Schulzentrum entwickelt, das zum Segen für die ganze Region geworden ist. Durch eine fundierte höhere Schulbildung der Mädchen kann sich die Gesellschaft verändern.

Herzlichen Dank allen, die dazu beigetragen haben.

Sr. Annemarie Bernhard

 

7. Oktober 2020

 

Liebe Schwester Annemarie,

 

ich bin sehr dankbar, von Ihnen zu hören und etwas über das Schulleben in Deutschland zu erfahren. Das Leben in der Schulgemeinschaft in Ghana hat sich aufgrund des Virus ernsthaft verändert.

Zu Beginn des Jahres freuten sich sowohl die Mitarbeiter als auch die Schülerinnen von Notre Dame sehr darauf, das Schuljahr bis Juli 2020 abzuschließen. Die Pläne wurden jedoch Mitte März 2020 plötzlich geändert, als der Präsident die Schulen bis Juni 2020 schloss. Die Schüler der Abschlussklassen wurden gebeten, für sechs Wochen Unterricht und fünf Wochen für ihre Prüfung zum Westafrikanischen Sekundarschulabschluss in die Schule zu kommen. Die Covid 19-Protokolle wurden strikt eingehalten. Alle Studenten wurden vom Präsidenten Ghanas aufgefordert, während dieser Zeit auf dem Campus zu bleiben, um jede Ausbreitung des Virus einzudämmen. Durch die Gnade Gottes haben alle 321 Schülerinnen ihre höhere Schulbildung bis zum 5. Oktober 2020 bei guter Gesundheit erfolgreich abgeschlossen.

Der Präsident hat die Schüler des vorletzten Abschlussjahres dann gebeten, ab dem 5. Oktober 2020 für zehn Wochen akademische Arbeit in die Schule zu kommen. Wir erwarten, dass 474 Schülerinnen zur Schule zurückkehren. Die Schulleitung hat sich gestern (am 6. Okt. 2020) mit den Lehrkräften getroffen, um sie über die Ziele und Erwartungen des Zeitraums und die zu befolgenden Vorschriften zu informieren. Die Schülerinnen sind angekommen und der Unterricht hat heute Morgen begonnen. Ich hoffe und bete für Gottes Schutz für Mitarbeiter und Studenten.

Schwester, ich bin Ihnen und Ihrer Schule für die Unterstützung dankbar, die Sie der Notre Dame Girls Senior High School im Laufe der Jahre gegeben haben. Auch hier sind die Stipendiaten für die Hilfe dankbar. Obwohl die Regierung eine kostenlose Schulbildung für die High School anbietet, fällt es einigen Schülerinnen schwer, als Mädchen in der Schule ihre Grundausstattung zu finanzieren. Wir unterstützen solche Studentinnen weiterhin, damit sie beruhigt lernen können. Noch einmal vielen Dank.

Möge Gott Sie reichlich segnen.

 

Schwester Irene

 

 

 

 

Der folgende Dankesbrief wurde im Januar 2007 von einem Patenkind nach Deutschland geschickt:

 

„Liebe Schwestern und Schülerinnen,

Ich bin Ihnen sehr dankbar für alles, was Sie für mich tun. Ich heiße Mary* und stamme aus Ghana. Ich bin 17 Jahre alt und wurde in die christliche Gemeinde hineingeboren. Meine Mutter starb, als ich neun Jahre alt war. Ich habe noch einen Bruder. Mein Vater sorgte dafür, dass mein Bruder und ich die Grundschule abschließen konnten. Wegen finanzieller Probleme in unserem Haus entschloss er sich aber das Land zu verlassen. Er wollte im Ausland genügend Geld verdienen, damit wir die höhere Schulausbildung fortsetzen können. Aber er kam nie zurück. Mein Bruder hörte auf, in die Schule zu gehen.

Als ich das erste Jahr der höheren Schule beendet hatte, fehlte das Geld, um weiter in diese Schule zu gehen. Da mein Bruder und ich füreinander sorgen mussten, verkauften wir für eine Nachbarin Obst, und sie gab uns Geld, aber es war nicht soviel, wie die Schule erwartete.

Vor vielen Jahren baute meine Großmutter mütterlicherseits ein Haus für meine Mutter und meine Tanten und sie teilten die Räume unter sich auf. Meine Tanten vermieteten ihre Zimmer, im Zimmer meiner verstorbenen Mutter wohnen mein Bruder und ich. Wenn ich nicht in der Schule bin, helfe ich einer Frau bei der Hausarbeit und sie gibt mir und meinem Bruder jeden Tag zu essen. Das Problem ist, dass ich nie genug Geld habe, um in der Schule zu bleiben. Mein Bruder ist ein „mate“ geworden, das heißt er hilft einem Busfahrer und er erhält nur soviel Geld, dass er sich davon ernähren kann.

Kürzlich meinten meine Tanten, ich solle mit der Schule aufhören und für die Frau arbeiten, der ich im Haushalt helfe. Aber ich möchte nicht mit der Schule aufhören. Ich möchte etwas tun, das in der Zukunft einen Wert hat, und das ist nicht möglich ohne Schulbildung.

Schwester Leonora sagte mir, sie würden mein Schulgeld zahlen, und das hat mich sehr glücklich gemacht. Ich bin Ihnen sehr dankbar, und ich verspreche tüchtig zu arbeiten. Gott segne jede von Ihnen und erweise Ihnen die Güte und Hilfe, die sie mir erwiesen haben.

Ihre dankbare Mary“

*Name von der Redaktion geändert

Eindrücke aus Sunyani